Donnerstag, 11. Mai 2017

Der Maivollmond











stieg gestern abend
steil und schein
direkt übern Geierstein.

Unikate aus Isarsteinen


Jetzt aber! Endlich und ungebeten: Meine Empfehlung für zwei besondere Kunsthandwerker in Bad Tölz. 
Speziell für Steinbastler wie mich, die sich auch schon pfundweise Werkzeug ruiniert haben, da sie vor der Anschaffung der richtig teuren Steinfräsen zurückschrecken:

Steine hinbringen, machen lassen!

Wenn man die Marktstrasse aufwärts durch den Khanturm geht, liegt links hinten oberhalb der Mühlgasse etwas versteckt ein kleiner Laden und Schlüsseldienst. 
Dort verkauft Gabriel Miller Isarsteine, die er und seine Mitarbeiterin zu Schmuck, Kunst und Gebrauchsgegenständen verarbeiten. 
Weitab von schicki, auch preislich. 

Mir fiel kürzlich die Kinnlade runter, als ich sauteuren 'Isar'schmuck auf feinem Samttablet in München entdeckte, der nicht ein speziell isartypisches Gestein aufwies – und wahrscheinlich aus einem Strang Kiesel asiatischer Herkunft gebastelt war, wie er billig auf Messen angeboten wird. 


Scheibe aus Granatamphibolit,
Anhengel aus Sandstein

Das sind zwei kleine Sachen, wie sie im Laden liegen, aber hauptsächlich fertigt er nach Auftrag.

Wenn jemand sich einen schönen Fund aus der Isar um den Hals oder ans Ohr hängen möchte, oder ihn fräsen/ beschriften lassen (auch CNC), eine Schale, ein Objekt, ein Möbel (!) eine Tabakspfeife (!!) möchte – er hat die lange Erfahrung und das Können, um mit dem teilweise sehr heikel zu bearbeitenden Gestein umgehen zu können. Der übliche Salz- und- Pfeffer- Granit ist laut Herrn Miller bearbeitungstechnisch Spielzeug dagegen.

Die Fräser für die verschiedenen Steine lässt er sich eigens besetzen; die Isar führt ja eine grosse Vielfalt vom eher weichen Sedimentgestein bis zu den sehr harten kristallinen Stücken aus ursprünglich grosser Tiefe, die Granat, Zirkon und Quarz in unterschiedlichen Korngrössen miteinander verbacken hat.

Seine Mitarbeiterin bohrt sogar Natursteinknöpfe (das 2. Loch ist die Kunst!), sie sägt Engerl und andere kleine Sachen, hat offenbar ein Abo aufs Finden naturförmiger Herzsteine, sie malt Bilder und bemalt Steine, baut Schwemmholzobjekte – und sie strickt. Meisterhaft und auch nach Auftrag! (Nur viel zu billig, wie ich finde). 
Im Laden hängen ihre Jacken, Westen, Socken, Sachen... für kleine und grosse Leute. 

Gabriel Miller
Salzstrasse 3
83646 Bad Tölz

tel 08041 73 03 59
mobil 0171 41 32 064
fax 08041 79 45 28

milwo@t-online.de

Donnerstag, 4. Mai 2017

10 Tage Pause


Bis zum 14. Mai keine Termine wg. gröberer Zahnbehandlung!

Die Telefonzeit (wochentags zwischen 10 und 12 Uhr) 
bitte nur in dringenden Fällen.

Mittwoch, 1. März 2017

Einstieg zur Birg am Kochelsee


Ich fand einen einfachen Aufgang zur grossen Birg (Karte) vor zwei Wochen (leider erst beim Runtergehn).

Man geht an der westlichen Seite der Birg entlang, vor bis zum Seeufer und dann ein paar Meter nach rechts, schon sieht man den Pfad zwischen den Buchenwurzeln, der steiler anfängt als er sich dann fortsetzt. 


Hochplateau nach Westen

Wer gern kraxelt, kann am Südspitz aufsteigen. Am südwestlichen Ende der Kletterwände geht es sehr steil durch Fels und Graswasen nach oben, der Einstieg ist markiert. 
Durch die westliche Wand führt ebenfalls ein Pfad, der ist nicht markiert und nicht ganz so gach, und zumindest aufwärts auch für Ungeübte gangbar. 
Beides sind aber keine Spazierwege! Man braucht die Hände und ein gutes Sohlenprofil, und am Südspitz auch noch die Zähne, um sich festzuhalten.

(Der vermeintliche Aufstieg an der nördöstlichen Seite am Seeufer führt m. E. direkt in Teufels Küche, von dort aus habe ich ihn nicht weiterverfolgt. Ausserdem ist dort Privatgrund, der Zugang also nur durchs Bachbett möglich)


und zum See hin

Es war endlich aper dort und man hat doch den besten Überblick, solange alles noch unbelaubt ist. Weisses Heidekraut blühte an den sonnigen Stellen, die Leberblümchen waren kurz davor, und gefroren oder rutschig war es nirgends mehr – was durchaus ein Thema ist, wenn man einen der steilen Aufstiege wählt.

Interessant fand ich diese Dreiecks- Höhle beim Blick von der 'Akropolis' nach Osten, auf die Felswand gegenüber:


Im oben angeführten Link ist eine gute Zusammenfassung zur Birg zu finden.

Wer sich für eine nähere Untersuchung des Ortes interessiert, dem sei das Buch "Vor- und Frühgeschichte in den Landkreisen Bad Tölz und Miesbach" von Uenze und Katzameyer empfohlen. Es ist leider nur noch antiquarisch erhältlich und beschreibt (als einziges?) die Grabungen und Funde dort in Vollständigkeit. 
Dem Buch liegt eine herausnehmbare topographische Karte der Birg in feinem Massstab (1:2500!) bei, auf der die befundeten Stellen eingezeichnet sind.

Es mag ein Glück sein, dass mit dem Ort, wissenschaftlich gesehen, eher schlampig umgegangen wurde. Er ist nicht wirklich 'erfasst', ist also noch frei, auch von Eso-Mystik und Kraftort- Zuschreibungen. 

Mittwoch, 15. Februar 2017

Mangfallgesichte

Gestern hab ich nachgeschaut
wie langsam es im Tale taut.


Der Alb, vorm Duschbad noch ganz munter,
kriegt nun den rechten Arm nicht runter


unweit der aufgetauten Mitte
frösteln sie noch, die Schilfabdrücke


und dort, im seichten Kressefleck
traf Wurzelsepp der Kälteschreck


Ein Drache fand im Buchenspalt
den besten Platz im ganzen Wald


und die Bahnemojis denken

Freitag, 3. Februar 2017

Geographie der Wechseljahre


Kontinentalplattenverschiebung

*tränenausdenaugenwisch*